Also, in der Zwischenzeit habe ich ein bisschen Lima erkundet! In meinem Reiseführer steht, dass man sich bei seiner Reise durch Peru nicht länger als 3 Tage in Lima aufhalten muss, weil man in dieser Zeit das Wichtigste und Interessanteste zu Gesicht bekommt und nicht das Gefühl haben muss, etwas verpasst zu haben. Naja, ich bin jetzt halt schon 19 Tage hier und von den empfohlenen Aktivitäten der 3-Tages-Lima-Tour habe ich bisher noch nicht wirklich was unternommen, aber langweilig ist mir ganz und gar nicht und ich bin teilweise echt begeistert von Lima, also ich find die Stadt mega cool und tootal beeindruckend. Am letzten Wochenende sind wir (Nica & Marcus, der so 2km von uns entfernt in einer geilen WG wohnt) durch Lima getourt. Erst sind wir ins Zentrum gefahren und haben uns einen echt großen Markt angeschaut, wo man wirklich alles kriegt. Das war ein altes Parkhaus wo jetzt halt Hütte an Hütte steht und man über Obst/Gemüse, frisch gerupfte Tiere, Schmuck, Handwerkszeug bis Hochzeitskleider einfach alles bekommt. War aber nicht so lecker, weil die ganze Halle nach Fleisch gestunken hat (Super für Nica, unsre Vegetarierin). Abgesehen von dem Plaza de Armas ist das auch alles nicht so schnieke, obwohl man da auch gut einkaufen kann, also mehr europäisch auch. Der Plaza de Armas ist einfach nur richtig dolle heraus geputzt für ein schönes Lima-Turi-Foto, aber sonst ists da dreckig und heruntergekommen.
Umso schöner waren dafür unsere Ausflugsziele am Sonntag. Erstmal haben wir die Sonne auf der mega großen Dachterrasse von Marcus´ WG genossen und sind dann aufgebrochen.
Wie ihr ja alle wisst liegt Lima am pazifischen Ozean und den wollten wir jetzt mal in schöön sehen. Deshalb sind wir nördlich gefahren, nach Callao, ein ehemalig eigenständiges Fischerstädtchen, mittlerweile mit Lima verwachsen und ein Teil von Lima. Da ragt nämlich ein kleiner Zipfel aufs Meer hinaus und da wollten wir hin. Zum Glück kennen wir uns schon relativ gut aus und deshalb ist es auch kein Problem für uns die richtige Straße zu finden, wo wir einen kleinen Bus in Richtung Callao finden.
Auf dem Zipfel (La Punta) kam dann tatsächlich Urlaubsstimmung auf.
Da wars echt richtig schön und ruhig. Da war nicht wirklich viel los, nur zwei Einbahnstraßen, wo die Busse langkommen und sonst gabs da noch richtigen Strand. Das ist direkt unser Ort zum erholen von Lima geworden, man fährt so knappe 30min. Genau richtig um mal von Limas Lärm und dreckiger Luft zu flüchten und da am Meer auf nem kleinen Fischerböötchen zu entspannen.
Voll cool. Aber auch da kann man die gerade mal 4km entfernten Gefängnisinseln kaum erkennen, weil aufgrund der warmen Wüstenluft, die auf den Ozean hinausströmt und da auf den Humboldtstrom trifft, hier fast immer Nebel ist.
Trotzdem kommt die Sonne ab und zu mal durch, ich hätte es mir schlimmer vorgestellt, und gestern war doch tatsächlich blauer Himmel zu erkennen, WAHNSINN, das war eigentlich wie zu Hause, halt mit Wölkchen aber immerhin blau dazwischen:D
Auf jeden Fall wollen wir bald noch mal nach „La Punta“, da wollen wir nämlich ne kleine Bootsrundfahrt mit so nem 3m Boot machen, durch den riesigen Hafen und um die Gefängnisinsel.
Außerdem haben wir da ne echt gute Pizzeria gefunden:D
Später sind wir dann noch quer durch Lima ins Partyviertel „Barranco“ gefahren und unser Taxifahrer der uns das letzte Stück begleitet hat, hat nach unserm Musikwunsch unser Ziel und den Radiosender gewählt. Die sind alle einfach immer super nett zu uns. Wir sind dann aber nicht mehr in die Disco, sondern nur was durch die Straßen an kleinen Handwerksständen vorbei geschlendert. Barranco ist auch echt schön und was feiner und auch am Meer, wir sind dann noch so ne kleine Schlucht zum Meer runter. Wenn man da einen richtigen Platz findet, hört man die große Straße fast gar nicht, die direkt am Meer unterhalb der Klippen vorbeiführt. Der Sonntag war auf jeden Fall richtig cool.
Montag wurde die Santa Rosa von Lima gefeiert und Nica & Ich mussten nicht arbeiten. Das haben wir aber leider erst Freitagnachmittag erfahren, sonst hätten wir eine größere Tour außerhalb von Lima unternommen. Naja, so hatten wir auf jeden Fall Zeit aus unsrer selbstgeknackten Kokosnuss einen kleinen Anhänger zu schnitzen und uns ne Kette zu basteln :D und das Waschen auf der Hand auszuprobieren.
Dientag mussten wir uns dann für eine Gruppe in der Casa Belén entscheiden. Uns wurde sozusagen die Freiheit gelassen, für mich wars aber echt schwer ne Entscheidung zu treffen, weil alle Gruppen wirklich cool sind. Es gibt halt 5 Ganztagsgruppen (Kinder von 1-5 Jahre) und 2 Nachmittagsgruppen (Schulkinder von 6-10). Mit welchem Alter komm ich am Besten klar? Hab ich Bock auf Windelwechseln??? NEIN! Find ich die „Senorita“ halbwegs in Ordnung? Wo lern im am Besten Spanisch? Wo kann ich mich am Besten einbringen und auch eigenständig arbeiten? Wo wird überhaupt die meiste Hilfe gebraucht? Welche Arbeitszeiten würden mir gefallen?
…mir ist es also wirklich schwer gefallen. Die meisten Antworten auf diese Fragen führten mich aber zu den 6-8 jährigen Schulkindern, die so gegen 1 Uhr kommen. Mein Arbeitstag sieht jetzt also so aus, dass ich um halb 1 da antanze, mein Mittagessen mampfe, von 1-2 spüle und mich dann von 2-6 Uhr mit den Schulkindern beschäftige. Das heißt Hausaufgaben betreuen und dann noch sinnvoll beschäftigen. Bin damit bis jetzt auch super zufrieden, kann mich da gut einbringen und auch wirklich helfen und die Arbeitszeit ist natürlich auch echt geil. Um 6 Uhr abends ist es zwar schon dunkel, aber dafür habe ich den ganzen Vormittag für mich. Verglichen mit Nica, die sich für die 5-jährigen entschieden hat. Sie fängt morgens um 8 Uhr an und arbeitet bis halb 5 (oder sogar bis 5 Uhr). So arbeite ich also mal glatte 3,5 Stunden weniger als sie und habe nicht das Gefühl, dass ich mich da um die Arbeit drücken würd, weil Carolina (die Direktorin) auch meinte, dass meine Truppe wirklich gut einen Freiwilligen gebrauchen könnt…:D
Damit bin ich also echt zufrieden…
Freitag Abend waren wir jetzt auch mal richtig feiern. Haben uns im Adecap Haus, Projekthaus ganz nah, wo noch 4 Freiwillige von uns wohnen, getroffen mit so ca. noch 8 Peruanern. War richtig cool, die haben richtig guten Pisco Sour für uns gemacht und wir sind dann ins Zentrum in ne Disco gefahren und haben schön gefeiert. Das war zwar relativ klein, aber wir hatten unsern Spaß. Haben halt auch mal die ersten Peruaner kennen gelernt was ich auch echt gut find.
Gestern haben Nica und Ich dann noch Plätzchen gebacken. Die sind hier so teuer und außerdem ist hier so richtige Winterstimmung und wir sind auf Süßigkeiten Entzug, deshalb brauchen wir jetzt so was und wir müssen der Familie mal was zeigen, was wir so in Deutschland machen, die kochen auch öfters mal leckre Sachen für uns. Gestern Abend sind wir noch nach Miraflores gefahren. Wir haben von Juanma, einem Mitbewohner von Marcus, nen „Insidertipp“ bekommen:D Sonntags Abends treffen sich immer einige lustge Musiker zum heiteren musizieren in einem kleinen Park direkt an der Steilküste Miraflores´ und das wollten wir uns doch mal anschaun. Wirklich wirklich cool war das, ein kleines Lagerfeuer in der Mitte und so ca. 30 Leute drumherum und dann wird ordentlich losgetrommelt oder geflötet oder so. Jeder kann auf jeden Fall noch was zum Musik machen mitbringen und sich dabei stellen oder auch einfach nur dazusetzen und zuhören. Richtig richtig cool war das, da werden wir jetzt glaub ich öfters hingehen, da lernt man auch schnell Leute kennen, das ist super!
mal richtig geile arbeitszeiten wenn du nicht zu lange brauchst biste da bist... lima sieht auch nen bisschen grüner aus als la paz...
AntwortenLöschenHolaaaaaaa,
AntwortenLöschenes freut mich zu hoeren, dass es dir so gut geht. hast mit deiner gruppe ja arbeitszeitentechnisch genau die richtige entscheidung getroffen. auch wenn der himmel nicht strahlend blau ist finde ich haben deine bilder was. einen schicken schal haste dir zugelegt und ich wuerde als deine gastmutter auch lachen, wenn ich dich die waesche per hand waschen sehen wuerde. hier wird uebrigens nur mit kaltem wasser gewaschen. man lernt doch einiges zu schaetzten, was man an zu hause hat.lass es dir gut gehen grosser.
besito
hej sweni!! na cool.. ich trottel ej!
AntwortenLöschenhört sich sehr gut an!
und, der plaza de armas erinnert mich an einen plaza de guadalajara.. die kathedrale hat voll ähnlichkeit!! aber nen plaza de armas haben wir auch:) der ist dirket nebenan.. die sind ja sehr einfallsreich hier in lateinamerika:)
und wie geil ist bitte die dachterasse???
weißt du was? ich hab vorige woche erfahren, dass wir auch ne dcahterasse haben.. da kommt man nur schlecht hin, weil man durch die zimmer von den brüdern oben muss.. meega, das haus ist einfach genial!
soo.. ich werd mal fleißig sein. liebe grüße! und schönes we! bis bald anne